Die Papier- und Zellstoffindustrie in Uruguay ist in die Jahre gekommen: Anlagen aus den 2000er-Jahren treten in eine neue Phase ihres Lebenszyklus’. Ein guter Zeitpunkt für den Markteintritt von KLINGER Uruguay. Der neue Geschäftsleiter, Axel Barman, erklärt im Interview die strategischen Hintergründe.
Herr Barman, welche Motivationen stecken hinter der Expansion nach Uruguay? Warum gerade jetzt?
Wir pflegen schon seit der Jahrtausendwende enge Geschäftsbeziehungen mit Uruguay. Ihren Ursprung nahmen sie in der Beteiligung von KLINGER Finland an großen Projekten in der Papier- und Zellstoffherstellung. Diese Anlagen haben mittlerweile ein Alter erreicht, das sie für den Markt für Wartungsarbeiten immer interessanter macht. Gleichzeitig gibt es Pläne für die Errichtung von neuen Produktionsstätten in der Region. Mit einer starken Präsenz vor Ort können wir beide Bereiche bedienen – effizient und in der Muttersprache unserer Kunden.

Wie unterscheidet sich die Papier- und Zellstoffindustrie in Uruguay von jenen in anderen südamerikanischen Ländern?
Die Anlagen selbst sind sich ähnlich. Eine Besonderheit von Uruguay ist jedoch, dass sie sich allesamt in Freihandelszonen befinden. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen auch die Zulieferbetriebe in diesen Zonen agieren. Das wirkt sich auf alle Geschäftsbereiche aus – von der Firmenregistrierung bis hin zur Alltagslogistik.
Welche Chancen ergeben sich für KLINGER?
Wir bauen als eines der ersten Unternehmen eine lokale Präsenz in der Region auf. Damit stellen wir unser langfristiges Engagement für neue Projekte und Wartung unter Beweis. Diese Botschaft kommt auch bei den Kunden gut an.
Wie positioniert sich KLINGER Uruguay in Hinblick auf Technologie, Nachhaltigkeit und Servicequalität?
Wir verfügen über eine nahezu 100-jährige Erfahrung in der weltweiten Papier- und Zellstoffindustrie. Am Ende des Tages geht es darum, Wartungskosten über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage zu minimieren, um größtmögliche Kosteneffektivität zu erreichen. Unsere Aufgabe besteht darin, diesen Zugang anhand unserer Projekte zu demonstrieren.
Welche Lösungen wird KLINGER Uruguay anbieten?
Unser Angebot umfasst alles vom Stanzen der Dichtungen über Kalkulationen, Armaturen-Montage und Beratung bis hin zum Training. Ausgehend vom finnischen Portfolio werden wir die Produkt- und Servicepalette auf die lokalen Gegebenheiten hin anpassen.
Im Beitrag erwähnte Kontakte:
Axel Barman, Geschäftsleiter von KLINGER Uruguay
Liegt der Fokus auf Neuinstallationen, Erweiterungen oder MRO?
Uns ist alles davon ein Anliegen. Ältere Papierfabriken benötigen MRO Services, bestehende Projekte nähern sich dem Ende ihrer Gewährleistung und neue Anlagen befinden sich in der Planungsphase. Uruguay befindet sich auf einem Wachstumspfad, mit unserem Angebot begleiten wir dabei jeden Schritt.
Was sind die nächsten Schritte für KLINGER Uruguay?
Die Aufbauprozesse wurden von der Bürokratie der Freihandelszone etwas verschleppt, aber sobald die abgeschlossen sind, konzentrieren wir uns auf das, was wir vom Kundeninterface lernen können. Diese Erkenntnisse werden unsere weitere Entwicklung formen.
Danke fürs Gespräch.



