Sumpflandschaften, Palmenhaine und Lagunen prägen das prachtvolle Landschaftsbild im nordöstlichen Argentinien. Während über dem Westen des Landes imposante Bergmassive thronen, gibt hier im Flachland das Wasser den Ton an. Die Gegend ist durchzogen von Flüssen, die sich in majestätischen Bögen in weitläufige Überschwemmungsbecken ergießen. Im Nationalpark Río Pilcomayo entstehen so geschützte Feuchtgebiete und Uferwälder, die den idealen Lebensraum für Wildtiere wie Flussotter, Vögel, Kaimane und Wasserschweine bilden. Nicht weit davon entfernt wächst die 28.000 Einwohner:innen starke Stadt Laguna Blanca immer weiter heran.
Um dieser aufstrebenden Kleinstadt die Trinkwasserversorgung zu sichern, war einiges an technischem Know-how nötig – schließlich galt es, eine praktikable Balance aus wirtschaftlichem Wachstum und ökologischer Belastbarkeit zu finden. Für diese wichtige Mission fand die Abteilung Wasser und Abwasser bei KLINGER Argentina Mittel und Wege, um Wasserknappheit zu verhindern und die Versorgung auf lange Sicht sicherzustellen.

Im Beitrag erwähnte Kontakte:
Emanuel Brizuela, Vertriebsleiter der Wasser und Abwasserabteilung bei KLINGER Argentina
Nicolás Córdoba, Mitarbeiter im Automatisierungs- und Servicecenter bei KLINGER Argentina
Braian Ruiz, Mitarbeiter im Automatisierungs- und Servicecenter bei KLINGER Argentina
Ambitioniertes Projekt
Im Auftrag einer Baufirma stellte sich KLINGER Argentina der Herausforderung, ein umfangreiches Netzwerk an Armaturen im Wasserwerk von Laguna Blanca zu installieren. Die technischen und wirtschaftlichen Aspekte des Projekts wurden von Emanuel Brizuela verantwortet, der die Vertriebsleitung in der Wasser- und Abwasserabteilung innehat. Unterstützt wurde er von Nicolás Córdoba and Braian Ruiz aus dem Automatisierungs- und Servicecenter, die das bislang anspruchsvollste Automatisierungsprojekt in der Geschichte von KLINGER Argentina abwickelten. In Sachen Detailtreue und Logistik lieferten die beiden Präzisionsarbeit.
Nachdem die benötigten Armaturen zum Jahresende 2025 angeliefert wurden, konnte die eigentliche Arbeit Anfang 2026 beginnen. KLINGER kooperierte mit einem lokalen Hersteller für Spezialkomponenten, um maßgeschneiderte Verlängerungen für Stellantriebe zu entwerfen, die mit den Armaturen verbunden wurden. Die Installationstätigkeiten vor Ort wurden in zwei Schritte aufgeteilt: Im Februar 2026 wurden die pneumatischen Stellantriebe eingebaut, die elektrischen Stellantriebe folgten im Juni desselben Jahres. Insgesamt kamen 24 Zwischenflansch-Absperrklappen für die Regelung von Zu- und Ablauf zum Einsatz. Darüber hinaus lieferte KLINGER Argentina zwölf weitere Absperrklappen für die Filterkammer, vier Zwischenflansch-Absperrklappen für das Verteilerzentrum, vier Absperrklappen mit Flanschanschluss für den Ausgleichsbehälter und 18 Membranventile.
Dreifache Leistung
Das Team von KLINGER Argentina konnte sich über die fehlerfreie Funktion aller 58 Stellantriebe freuen, noch mehr freute es sich allerdings über seinen Beitrag zur Weiterentwicklung der Region. Der erfolgreiche Betrieb der Anlage brachte eine spürbare Verbesserung der lokalen Wasserversorgung. Der Produktionsdurchsatz erreichte 794 Kubikmeter pro Stunde – eine Verdreifachung der bisherigen Kapazität. Damit lassen sich 95 Prozent des lokalen Wasserverbrauchs abdecken. Die Infrastruktur ist auf eine 30-jährige Lebensdauer ausgelegt und kann bis zu 44.000 Menschen in Laguna Blanca samt Umland mit sauberem Wasser versorgen.
Damit wurde die Basis gelegt, um das wirtschaftliche und ökologische Wachstum in der Region mit einer verlässlichen Wasserwirtschaft abzusichern. Mit diesem Meilenstein in der Automatisierungstechnik beweist KLINGER Argentina, wie gut durchdachte Technik eine ganze Region nach vorne bringen kann. Diese moderne Lösung für Wasseraufbereitung schützt nicht nur einen wichtigen Lebensraum, sondern leistet einen entscheidenden Beitrag zum Wohlergehen einer ganzen Gemeinschaft – den Bürger:innen von Laguna Blanca.



