ESG - Environmental Social Governance

Der Gemeinschaft etwas zurückgeben - KLINGER Die Erste leistet Pionierarbeit

Aaron Tseng hat eine Mission: Seinen Geschäftssinn für wohltätige Zwecke einzusetzen. Die ASSET-Gesellschaft in Taiwan unterstützt ihn dabei.

Für wohltätige Zwecke zu spenden, spielte in Aaron Tsengs Leben schon immer eine wichtige Rolle. Der Geschäftsführer von KLINGER Die Erste hat es sich schon vor Jahren zur Aufgabe gemacht, einen Teil seines Einkommens für Projekte zu stiften, die ihm am Herzen liegen. 2015 kam es zu mehreren Begebenheiten, die ihn seinen Zugang zur Wohltätigkeit überdenken ließen. Zunächst hörte er von einer Schulbekanntschaft, die den erschütternden Verlust eines Kindes erleiden musste. Bald darauf besuchte Tseng einen Executive MBA-Kurs (EMBA), in dem es zu einer angeregten Diskussion über soziale Unternehmensverantwortung kam. Als Eigentümer:innen und Manager:innen von Klein- und Mittelbetrieben waren sich Tseng und seine Mitstudierenden darüber einig, dass sie ihre Fähigkeiten für die Gemeinschaft einsetzen sollten. Gutes zu tun mit dem, was man gut kann – dieser Gedanke hat seine Weltanschauung geprägt.

„Statt nur Spenden zu verteilen, wollte ich einen konkreten gesellschaftlichen Beitrag leisten. Dieser Beitrag sollte zudem mit meiner Geschäftstätigkeit in Verbindung stehen, um einen möglichst großen Effekt zu erzielen."

Aaron Tseng ist Geschäftsführer von KLINGER Die Erste, ein Joint Venture in Taiwan.

Fach- und Führungskräfte von morgen

Tseng hat sich mit der Gesellschaft für nachhaltiges soziales Unternehmertum Taiwan (Association of Sustainable Social Enterprise of Taiwan, “ASSET”) zusammengetan, um dem taiwanesischen Staat bei der Forcierung von sozialem Unternehmertum zur Seite zu stehen. Dieses Geschäftsmodell wurde in den 1970er-Jahren in Großbritannien entwickelt und soll privaten Organisationen ermöglichen, sich mit sozialen Problemen auseinanderzusetzen, ohne dabei die finanzielle Eigenständigkeit zu verlieren. Auch wenn die Bezeichnung für dieses Modell nicht weithin bekannt ist, firmieren etwa Genossenschaftsbanken, gemeinnützige Wohnbauträger oder Sozialzentren unter dem Schirm des sozialen Unternehmertums.

ASSET veranstaltet jährliche Wettbewerbe in diesem Bereich. Dabei stellen Teams ihre Ideen vor und lassen sie auf ihre Marktpotenzial bewerten – quasi die Benefiz-Variante von Unterhaltungsshows wie „Die Höhle der Löwen“. „Wir haben eine Jury von zehn Personen, die einen ganzen Tag lang die Projektideen beurteilen. Die Projekte werden präsentiert, diskutiert und am Schluss mit Punkten bewertet“, erklärt Tseng den Vorgang. Für das Gewinnerteam gibt es dann nicht nur eine Wirtschaftsausbildung, sondern auch die Möglichkeit, das lokale EMBA-Netzwerk für Kontaktmöglichkeiten und Ressourcen zu nutzen.

Die Jugendgeneration in Taiwan verfügt über ein hohes soziales Bewusstsein.

Das aktuelle Siegerprojekt dreht sich um Buchhaltung sowie Environmental-, Social-, and Governance-Kriterien (ESG). Konkret geht es darum, Buchhaltungs-Studierenden eine monatliche Beihilfe sowie Praxiserfahrung in internationalen Unternehmen während ihres Studiums zu verschaffen. Die Unternehmen steuern die Fördergelder bei und ziehen so neue Fachkräfte an Bord. Die Schulen freuen sich über Praxiselemente in den Lehrplänen und die Studierenden werden am Ende ihrer Ausbildung mit Unternehmen zusammengespannt. Absolvent:innen mit erster Berufserfahrung haben einen großen Vorteil am Arbeitsmarkt und machen große Unternehmen wie KPMG und PwC auf sich aufmerksam. All das sei den Kontakten aus seiner EMBA-Gruppe zu verdanken, führt Tseng vor Augen: „Das ist auf unsere Ressourcen zurückzuführen. Wir haben Verbindungen zu den Schulen, wir haben Verbindungen zu den Unternehmen, so machen wir das möglich.“

Im Beitrag erwähnte Kontakte:

Aaron Tseng, Geschäftsführer von KLINGER Die Erste

Von Umweltprojekten zu digitalen Bereichen

Die bisherigen Projektvorschläge waren von Jahr zu Jahr unterschiedlich, was Tseng auf das soziale Bewusstsein der aktuellen Jugendgeneration zurückführt: „Es interessiert mich, zu sehen, was die jungen Leute denken, welchen Trends sie folgen. Jedes Jahr sind die Vorschläge sehr unterschiedlich.“ Über mehrere Jahre hinweg waren die Teams stark auf Umweltthemen fokussiert. Gewonnen hat einmal ein Geschirrspülmittel auf Enzymbasis, das aus den Zitronen-Abfällen einer Getränkefabrik hergestellt wurde. Tseng’s Gruppe konnte das Gewinnerteam daraufhin mit dem größten Getränkehersteller Taiwans vernetzen und so Wertschöpfung über mehrere Branchen hinweg erzeugen. Ein weiterer Gewinner: Ein Restaurant, das sich auf „hässliches“ Obst und Gemüse spezialisierte, das nicht mehr für den Verkauf im Supermarkt geeignet war. Restaurantbesucher konnten ihre Speisen zusätzlich mit Arbeit bzw. Tausch bezahlen – oder sogar völlig gratis konsumieren.

Unter dem Einfluss der Pandemie haben sich die Teams verstärkt auf Remote-Lösungen wie E-Commerce oder Distance Learning konzentriert. Mit dem Ende des aktuellen Wettbewerbs spricht sich dessen Erfolg herum – Tseng möchte auch das ASSET-Programm noch bekannter machen. Er hofft, dass er damit das soziale Verantwortungsgefühl seiner Berufskolleg:innen anstachelt: „Es tut gut, zu zeigen, was wir abgesehen vom Geldverdienen sonst noch leisten. Wir können der Gesellschaft etwas zurückgeben.“

Gemeinsam mit ASSET, der Gesellschaft für nachhaltiges soziales Unternehmertum Taiwan, bemüht sich KLINGER um die Förderung von jungendlichem Unternehmensgeist.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was verbirgt sich hinter der Gesellschaft für nachhaltiges soziales Unternehmertum Taiwan (Association of Sustainable Social Enterprise of Taiwan, ASSET)?

ASSET ist eine Organisation, die sich der Förderung des sozialen Unternehmertums in Taiwan verschrieben hat. Dieses Geschäftsmodell ermöglicht es Privatorganisationen, sich unter finanzieller Autonomie mit sozialen Problemen zu beschäftigen.

Wie laufen die Wettbewerbe für soziales Unternehmertum bei ASSET ab?

ASSET lässt Teams bei jährlichen Wettbewerben antreten, um die vielversprechendsten Ideen im sozialen Unternehmertum zu küren. Dabei bewertet eine zehnköpfige Jury die Einsendungen. Ausgewählte Teams präsentieren ihre Projekte, die mit Punkten bewertet werden. Das Siegerteam wird mit finanzieller Unterstützung und einer Wirtschaftsausbildung bedacht. Darüber hinaus kann es auch auf das Netzwerk der lokalen EMBA-Gruppe zugreifen.

Faktenbox

Wussten Sie, dass ...

  • … "buxiban" (補習班) in Taiwan die Bezeichnung für den Nachmittagsunterricht ist, den viele taiwanesische Schüler:innen zusätzlich zur regulären Ausbildung besuchen? Diese Institutionen gelten als integraler Bestandteil des Bildungssystems und wurden gegründet, um Schüler:innen zusätzliche Unterstützung für die Erreichung ihrer Ausbildungsziele zu bieten. Wichtig ist das vor allem in Vorbereitung auf die heiß umkämpften Zugangsprüfungen für Unis.
  • …KLINGER Die Erste seit der Gründung des Joint Venture im Jahr 2021 die Angebotspalette bei Armaturen bedeutend erweitert hat? Mittlerweile können dank eines vollständig integrierten Herstellungsprozesses maßgeschneiderte Produktpakete für Schlüsselindustrien wie die Papier und Karton, Stahl, Energie, Seefahrt, Chemie sowie Öl und Gas angeboten werden.
  • …1982 Die Erste als Familienunternehmen gegründet wurde? 25 Jahre lang arbeitet Die Erste schon mit KLINGER zusammen. Im Produktkatalog finden sich über 5000 Armaturen und Zubehörteile. Gemeinsam konnte man sich einen exzellenten Ruf bei Beschaffung, Herstellung und Vertrieb erarbeiten.
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