Aktuelle News aus der KLINGER Gruppe
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KLINGER South Africa bietet mobile Shutdown-Dienste

Als internationale Unternehmensgruppe versteht KLINGER gänzlich die Notwendigkeit von Kundennähe, um damit erfolgreich Anlagensicherheit bieten zu können. KLINGER South Africa, im Auftrag des Kunden Engen, hat in punkto Kundennähe eine sehr wortwörtliche Auslegung gewählt – mit ausgezeichneten Resultaten.

Wichtiges Asset: Die mobile KLINGER Dichtungsproduktionsanlage auf dem Werksgelände der Engen-Raffinerie in Durban, Südafrika

Unsere Geschichte beginnt im August 2017. Brent Howell, Technical Sales Mitarbeiter bei KLINGER South Africa, ist mit der Planung und Vorbereitung des Lagerbedarfs für die Engen-Raffinerie in Durban-Süd beschäftigt. Im Zuge unterschiedlicher Meetings mit dem Personal der Raffinerie hat er erfahren, dass bei der Anlage eine Generalsanierung (Shutdown) im März 2018 bevorsteht. Da er hier eine Möglichkeit sieht, den Kunden mit mehr Service zu beliefern, kontaktiert Brent seine KLINGER Kollegen, um gemeinsam eine Strategie zu formulieren.

In den Startlöchern
Als Partner von Aveng Grinaker LTA wird KLINGER South Africa beauftragt, eine Reihe von Diensten, darunter die Bearbeitung der Flansche, die Installation von Dichtungen sowie das Anziehen und Spannen der Schrauben in der Raffinerie durchzuführen. Die neue mobile Dichtungsherstellungsanlage, als Add-on für den gesamten Zeitraum des Shutdown auf dem Raffineriegelände abgestellt, ermöglicht dabei die Fertigung und Überholung von großflächigen Kammprofilen sowie die Fertigung von Weichdichtungen.

Dichtung "to go"
„Prinzipiell handelt es sich hierbei um einen LKW-Anhänger mit einer Länge von 14 Metern, den wir mit der notwendigen Infrastruktur für die Erneuerung und Fertigung von Kammprofilen und für das Zuschneiden von Dichtungsplatten ausgestattet haben – sozusagen auf Abruf“, erklärt Phillip Herbst, Marketing and Sales Director bei KLINGER South Africa. Als die Arbeit voranschritt, wurde es klar, dass für das Shutdown-Projekt mehr Dichtungen als erwartet benötigt würden. Folglich wurde KLINGER ebenfalls beauftragt, Support für den nördlichen Abschnitt der Raffinerie, der an den Lieferanten SNC Lavalin (vormals Kentz) ergangen war, bereitzustellen. Der Anhänger, zu Beginn des Projekts nur als Zusatz angedacht, entwickelte sich über Nacht zu einem wichtigen Asset. „Unser ursprünglicher Plan sah vor, ihn nur für Notfälle und kleinere Engpässe bei der Versorgung mit Dichtungsmaterialien einzusetzen“, erinnert sich Phillip und fügt hinzu: „Um mit dem plötzlich benötigten Volumen zurechtzukommen, führten wir mehrere Schichten ein und waren so in der Lage, sprichwörtlich den ganzen Tag Dichtungen zu schneiden. Die Tatsache, dass wir alle Komponenten vor Ort hatten, ersparte uns viel Zeit und ermöglichte einen vollen Fokus auf die Erfüllung des Auftrags.“

Auf Abruf bereit zum Schneiden, Fertigen und Erneuern: ein Blick in den voll ausgestatteten KLINGER Anhänger

Situation gerettet
Schließlich wurden für den Shutdown, der am 12. März diesen Jahres initiiert wurde, doch mehr als die avisierten 35 Tage benötigt. Dank der Innovationskraft, Flexibilität und dem Detailwissen über alle Aspekte der Dichtungstechnik, stellten sich die Bemühungen von KLINGER jedoch als absoluter Erfolg heraus. Die Innovation von Phillip Herbst – die mobile Dichtungsfertigungsanlage – hatte ihre Feuerprobe mehr als nur bestanden. Laut dem Engen-Management trug sie maßgeblich zum positiven Ausgang bei. „Nachdem wir ursprünglich für den Abschnitt Süd der Raffinerie herangezogen wurden, mussten wir uns schnell auf Einsätze auf dem gesamten Gelände umstellen. Zu den vereinbarten Tätigkeiten kam die Fertigung großer Dichtungsvolumina hinzu. Zudem arbeiteten wir an Lösungen für Leckagen im Abschnitt Nord. Als Folge der veränderten Parameter waren unsere Kollegen unter konstantem Druck und rund um die Uhr beschäftigt“, sagt Phillip, das Projekt zusammenfassend. Nach seiner Meinung zum Ausgang des Engen-Projekts befragt, fügt er hinzu: „Die großen Anstrengungen von KLINGER im Zuge des Shutdown-Projekts wären ohne die volle Unterstützung unserer Mitarbeiter und der Geschäftsführung nicht möglich gewesen. Viel wichtiger ist dabei, dass sich Engen dieser Tatsache auch bewusst ist. Sie haben angekündigt, sich künftig auf unsere Anlagensicherheits-Expertise bei Shutdowns und in punkto Dienstleistungen rund um die Dichtungstechnik verlassen zu wollen.“

Über Engen
Engen Petroleum Limited, vormals Mobil South Africa, wurde 1990 von der malaysischen PETRONAS (die heute noch Haupteigentümer ist) akquiriert und in Engen umbenannt. Das Unternehmen hat drei Kerngeschäftstätigkeiten, darunter die Rohölaufbereitung, die Vermarktung von primären Raffinerieprodukten und die Bereitstellung von Bedarfsmitteln über seine rund 1.450 Servicestationen. Das Unternehmen ist in 17 Ländern vertreten, hauptsächlich in der Region Subsahara sowie auf unterschiedlichen Inseln des Indischen Ozeans, wie etwa Mauritius, und exportiert Produkte in mehr als 30 weitere Staaten. Die Raffinerie in Durban weist eine Nennleistung von ca. 120.000 Barrels (19.000 m3) pro Tag auf. Engen ist neben dem Betrieb einer eigenen Frachterflotte hauptsächlich für seine Partnerschaften mit Firmen wie etwa Woolworths, Wimpy, Debonairs Pizza und Steers bekannt – diese vertreiben eine Auswahl ihrer Produkte über die unterschiedlichen Servicestationen.

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