Aufbau eines transparenten Product Carbon Footprints innerhalb der KLINGER Group

Die KLINGER Group entwickelt gemeinsam mit EY eine einheitliche, ISO-konforme Methodik zur Berechnung des Product Carbon Footprints (PCF). Ziel ist es, transparente und vergleichbare Nachhaltigkeitsdaten über alle produzierenden Gesellschaften hinweg zu schaffen.

05. Januar 2026

Die Erwartungen der Kunden an klare und verlässliche Nachhaltigkeitsinformationen steigen kontinuierlich. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, hat die KLINGER Group eine gezielte Initiative gestartet, um den CO2-Fußabdruck der Produkte (engl. Product Carbon Footprint (PCF) für ihre zentralen Produktgruppen zu ermitteln. Gemeinsam mit KLINGER Dichtungstechnik, KLINGER Fluid Control sowie den Beratungspartnern von Ernst & Young verfolgt das Projekt das Ziel, eine einheitliche Berechnungsmethodik zu etablieren, die sich an ISO 14067 sowie dem Treibhausgas-Protokoll für Produkte (engl. GHG Protocol Product Standard) orientiert.

Transparenz fördern und einen einheitlichen Ansatz schaffen

Die neue Methodik ermöglicht es künftig jeder produzierenden KLINGER-Gesellschaft, den CO-Fußabdruck ihrer eigenen Produkte zu berechnen. „Die KLINGER Holding unterstützt die Gesellschaften beim Aufbau und bei der Anwendung der erforderlichen Prozesse und stellt so Konsistenz und Verlässlichkeit innerhalb der Gruppe sicher“, erklärt Yusuf Avci, ESG Manager der KLINGER Holding. Die erhobenen Daten bilden eine transparente und prüfbare Grundlage für die Nachhaltigkeitskommunikation.

Im Rahmen eines gemeinsamen Workshops arbeiteten Vertreter der KLINGER Holding, von KLINGER Dichtungstechnik, KLINGER Fluid Control und EY an der Entwicklung des methodischen Rahmens.

Umfassende Daten für eine ganzheitliche Lebenszyklusbetrachtung

Für die Erstellung des PCF erhebt KLINGER unter anderem folgende Informationen:

  • eingesetzte Rohstoffmengen
  • Energie- und Stromverbrauch
  • Verpackungsmaterialien
  • Transportwege
  • Auswirkungen in der Nutzungsphase
  • End-of-Life-Prozesse

In Kombination mit den Prinzipien der Lebenszyklusanalyse (engl. Life Cycle Assessment, LCA) ermöglicht dieser Ansatz eine vollständige Betrachtung der Umweltauswirkungen eines Produkts – von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung.

Ein belastbarer PCF bietet zahlreiche Vorteile: Er erfüllt Kundenanforderungen, unterstützt die Ausrichtung an regulatorischen Rahmenwerken wie dem EU Green Deal und CBAM, verbessert die Vorbereitung der Lieferkette, deckt Einsparpotenziale auf und stärkt die ESG-Performance. In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit zunehmend zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor wird, ist CO₂-Transparenz ein wesentlicher Baustein für langfristige Wettbewerbsfähigkeit.

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