Aktuelle News aus der KLINGER Gruppe
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Branchen-News: Energie

Mit Fernwärme schlauer heizen

Ausbau der Fernwärmenetze in Österreich: 150 nachhaltige Projekte entstehen. Das bedeutet auch einen erhöhten Bedarf an Rohrleitungskomponenten.

Nachhaltig und effizient – Fernwärme befindet sich auf dem Vormarsch und hilft, die Klimaziele zu erreichen. Der prognostizierte Ausbau nützt der Industrie gleichermaßen wie der Umwelt.

Auf insgesamt 5.600 Kilometer Länge kommen die Fernwärmenetze Österreichs insgesamt, wenn man sie zusammenzählt. Bis zum Jahr 2030 sollen sie laut Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmen sogar auf 6.500 Kilometer anwachsen – das entspricht in etwa der Länge des Erdradius. 27,8 Prozent der Wohnungen in Österreich wurden 2020 mit Fernwärme beheizt, Tendenz steigend: Um die Emissionsziele der EU zu erreichen, müssen Ölheizungen stillgelegt werden. Fernwärme aus Biomasse oder industrieller Abwärme ist eine wichtige Alternative – und ein wichtiger Wachstumsmarkt: Durch den Beschluss des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (EAG) werden in den kommenden Jahren mehr als 150 Projekte umgesetzt, die sich teils seit Jahren in der Warteschleife befinden.

Im Beitrag erwähnte Kontakte:

Entdecken Sie KLINGER Rohrleitungskomponenten für die Fernwärme


 

Fernwärme macht bereits mehr als ein Viertel aller Heizungsformen in Wohnungen aus.
Fernwärme macht bereits mehr als ein Viertel aller Heizungsformen in Wohnungen aus.

Durch neue Regeln für Investitionen in die Energiewende gibt es für diese Projekte nun grünes Licht. Gleichzeitig ist das auch der Startschuss für eine verstärkte - Dekarbonisierung der Fernwärme in Österreich bis 2040. Diese Projekte haben auch einen gesteigerten Bedarf an Rohrleitungskomponenten zur Folge. Durch den Ausbau der Fernwärme werden immer mehr Kunden an das Fernwärmenetz angeschlossen. Dieses Netz verbindet die Verbraucher mit den Erzeugern – den Kraftwerken, wo mit der Stromerzeugung gleichzeitig auch Wärme produziert wird (Kraft-Wärme-Kopplung). Als besonders nachhaltige Wärmeproduktion kann aber die thermische Mühlverwertung in den Mühlverbrennungsanlagen und die Abwärmenutzung von Industrie- und Kläranlagen mittels Großwärmepumpen, bezeichnet werden.

 

An der Übergabestation wird die Wärmeenergie an die Verbraucher:innen abgegeben.
An der Übergabestation wird die Wärmeenergie an die Verbraucher:innen abgegeben.

Kein Fernwärmenetz ohne Kugelhahn, Kolbenschieber und Kompensator

Um Wärmeverluste möglichst gering zu halten, werden Rohre sorgfältig isoliert, bevor man sie in der Erde vergräbt oder in Kollektorgängen verlegt. Zwischen 90 Grad und 160 Grad Celsius heiß fließt das Wasser durch die Leitungen – die hohen Temperaturen erlauben es, möglichst viel Energie zu transportieren. Zusätzlich stehen die Rohre unter hohem Druck: „Da die geodätischen Höhen im Versorgungsgebiet überwunden werden müssen, sind entsprechende Drücke des Mediums erforderlich. Das alles bedeutet eine große Beanspruchung für das Material. Nicht nur die Rohre, sondern auch die Armaturen und Dichtungen müssen sehr robust sein, um den physikalischen Kräften, die auf sie einwirken, entgegenzuhalten“, sagt Gerhard Praxmarer, Verkaufsleiter bei KLINGER Gebetsroither.

Fernwärme ist immer im Fluss: Im Vorlauf transportiert das Wasser die Energie vom Erzeuger zum Abnehmer, das abgekühlte Wasser fließt dann im Rücklauf wieder zur Wärmequelle zurück. „Dieser Kreislauf kann sich oft über Kilometer weit erstrecken und muss so beständig ausgelegt sein, dass es zu keinen Versorgungsunterbrechungen kommt“, sagt Praxmarer. Für die Verbraucher:in am Ende des Vorlaufs ist es vor allem wichtig, dass Wärme verlässlich geliefert wird. Anders als bei Heizöl schwankt der Preis von Fernwärme kaum. Sie zählt in diesem Zusammenhang zu den verlässlichsten Arten des Heizens – und zu den umweltfreundlichsten sowieso: Bereits 50 Prozent der Energie in Österreichs Fernwärmenetzen stammen aus erneuerbaren Quellen. In Zukunft sollen es noch mehr werden, was auch zu verstärkter Nachfrage an KLINGER-Produkten führen wird. Denn kein Fernwärmenetz kommt ohne Kugelhähne, Kolbenschieber und Kompensatoren aus.

 

Österreich liegt bei der erneuerbaren Wärmeerzeugung im europäischen Mittelfeld.
Österreich liegt bei der erneuerbaren Wärmeerzeugung im europäischen Mittelfeld.


Peter Jurik hat Ökoenergietechnik an der FH Wels studiert und arbeitet seit über zehn Jahren für die Interessensvertretung der österreichischen Fernwärmewirtschaft im Fachverband.

„Der volkswirtschaftliche Nutzen ist enorm“

Peter Jurik ist Referent im Bereich Wärme beim Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen. Für Fernwärme sieht er eine rosige Zukunft.

Peter Jurik hat Ökoenergietechnik an der FH Wels studiert und arbeitet seit über zehn Jahren für die Interessensvertretung der österreichischen Fernwärmewirtschaft im Fachverband.

Herr Jurik, der Verband rechnet mit einem Ausbau des Fernwärmenetzes in Österreich auf 6.500 Kilometer bis 2030. Worauf beruht diese Prognose?

Peter Jurik: Die Daten basieren auf Abfragen bei unseren Mitgliedern. Sei teilen uns mit, welchen Ausbau sie planen, welche Regionen sie erschließen wollen. Aufgrund der politischen Entwicklung und dem Erneuerbare-Ausbau-Gesetz, werden wir die Prognose wohl nach oben korrigieren.

Warum boomt Fernwärme?

Peter Jurik: Sie hat den Vorteil, dass sie bei der Wärmeaufbringung enorm flexibel ist: Solarthermie, Abwärme aus Müllverbrennung, industrielle Abwärme, die Liste an Energiequellen ist vielfältig. Schon jetzt wird in Österreich fast 50 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen gewonnen. Zudem gibt es eine Dekarbonisierungsstrategie bis 2040, die Technologien beleuchtet, mit der wir die Fernwärme ganz ohne fossile Energieträger betreiben können. Die Nutzung erneuerbarer Gase und fester Biomasse aus der Region wird dabei in den Ballungsräumen eine zentrale Rolle spielen. Ebenso die Abwärme und wo immer möglich auch die Geothermie, um fossiles Öl und Gas zu ersetzen. Das tut vor allem dem Wirtschaftsstandort gut.

Inwiefern?

Peter Jurik: Der Ausbau von Fernwärme bedeutet eine Abkehr vom Rohstoffimport, die Abhängigkeit von Öl- und Erdgaslieferländern wird damit verringert. Im Gegenzug profitieren lokale Rohstoffproduzenten, regionale Wärmenetze und die heimische Industrie – Arbeitsplätze und Wertschöpfung bleiben im Land. Der volkswirtschaftliche Nutzen von Fernwärme ist dank der effizienten Erzeugung und Verteilung der Energie enorm, weil weniger Rohstoffe eingesetzt werden müssen. Dazu kommt, dass Fernwärmeversorger technische Weiterentwicklungen nutzen können, ohne dabei Umbauten bei den Wärmeabnehmern vornehmen zu müssen. Und schlussendlich profitiert das Klima: Allein in Wien spart die Fernwärme jedes Jahr 1,5 Millionen Tonnen CO2 ein – so viel, wie alle Privat-PKW in der Stadt in die Luft blasen.

 

Fernwärme speist sich aus mannigfaltigen Quellen: Solar- und Windanlagen, Müllverbrennung, Biomasse, Geothermie und aus Industrieabwärme
Fernwärme speist sich aus mannigfaltigen Quellen: Solar- und Windanlagen, Müllverbrennung, Biomasse, Geothermie und aus Industrieabwärme

Wie viel mehr Energie wird nach dem Ausbau der Fernwärme benötigt werden?

Peter Jurik: Obwohl wir bis 2050 mit einem Wachstum von 50 Prozent bei den Fernwärmeanschlüssen rechnen, gehen wir davon aus, dass der Wärmebedarf nicht wesentlich steigen wird. Neubauten werden zunehmend im Niedrig- oder Nullenergiestandard errichtet, auch die Gebäudesanierungen schreiten voran, Hand in Hand mit Effizienzsteigerungen bei der Fernwärmeversorgung. Deshalb nehmen wir einen wachsenden Energieverbrauch von 20 auf 27 Terawattstunden bis 2050 an, das können wir stemmen.

Werden da auch die Verbraucher:innen mitgehen? Wie steht es um das Image der Fernwärme?

Peter Jurik: In Sachen Sauberkeit und Bequemlichkeit hat die Fernwärme die besten Imagewerte. Wo wir nicht so gut abschneiden, ist der Preis. Da denken noch viele, dass Fernwärme nicht so günstig ist, weil sie die Kosten mit den reinen Holz-, Strom- oder Gaspreisen vergleichen. Wir müssen noch besser kommunizieren, dass wir ein All-Inclusive-Produkt liefern, bei dem man sich um nichts mehr kümmern muss.


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Wo KLINGER in der Fernwärme steckt

Erzeugung

Egal ob Geothermie, Müllverbrennung oder Kraft-Wärme-Kopplungen und Kläranlagen: die Technik von KLINGER steckt an entscheidenden Stellen in den Erzeugungsanlagen, die für Gewinnung der Wärme unerlässlich sind. KLINGER liefert dafür eine umfassende Reihe von Produkten.

KLINGER Kugelhahn Monoball KHO - flanged
KLINGER Kugelhahn Monoball KHO - flanged

Geeignete Produkte:

  • KLINGER Kugelhahn Ballostar KHSVI / KHSVI-VVS DN 150 – 1000 PN 25-40
  • KLINGER Kugelhahn Ballostar KHA DN 15-125 PN 40
  • KLINGER Kugelhahn Monoball KHO DN 15-250 PN 16-40
  • KLINGER Kolbenschieberventil KVN DN 15-200 PN 16-40
  • KLINGER Manometerhähne AB
  • KLINGER Dichtungen Graphit Laminat PSM, KLINGERSIL, KLINGER TopChem
  • KLINGER Metallkompensatoren und Gewebekompensatoren
  • Elektrische Antriebe
  • Absperrklappen (Rauchgas, einfach-, zweifach- und dreifachexzentrisch)
  • Absperrschieber

Verteilung

Rohrleitungen, Schachtbauwerke und Pumpenstationen: Die Bestandteile eines Fernwärmenetzes sind hoch technisiert und benötigen verlässliche Bauteile, um die Versorgung zu gewährleisten. KLINGER steuert in diesem Bereich neben Kugelhähnen und Kolbenschieberventilen auch Dichtungen, elektrische Antriebe und Absperrklappen bei.

KLINGER TopChem2000 Dichtung
KLINGER TopChem2000 Dichtung

Suitable products:

  • KLINGER Kugelhahn Ballostar KHSVI / KHSVI-VVS DN 150 – 1000 PN 25-40
  • KLINGER Kugelhahn Ballostar KHA DN 15-125 PN 40
  • KLINGER Kugelhahn Monoball KHO DN 15-250 PN 25
  • KLINGER Kolbenschieberventil KVN DN 15-200 PN 16-40
  • KLINGER Manometerhähne AB
  • KLINGER Dichtungen Graphit Laminat PSM, KLINGERSIL, KLINGER TopChem
  • Elektrische Antriebe
  • Absperrklappen (zweifach- und dreifachexzentrisch Absperrklappen)

Übergabe

Der Übergang vom primären Wärmekreislauf, der mit der Wärmequelle verbunden ist, ins sekundäre Netz des Abnehmers, ist der letzte Baustein im Fernwärmenetz. Kugelhähne, Kolbenschieberventile, etc., kommen ebenfalls von KLINGER.

KLINGER Fernwärmestation Combistar FWF40
KLINGER Fernwärmestation Combistar FWF40

Geeignete Produkte:

  • KLINGER Kugelhahn Ballostar KHA DN 15-125 PN 40
  • KLINGER Kugelhahn Monoball KHO DN 15-250 PN 25
  • KLINGER Kolbenschieberventil KVN DN 15-200 PN 16-40
  • KLINGER Manometerhähne AB
  • KLINGER Dichtungen PSM, KLINGERSIL, KLINGER TopChem
  • KLINGER Fernwämestationen Combistar FWF und ECOm
  • Elektrische Antriebe
  • Absperrklappen (einfach-, zweifach- und dreifachexzentrisch Absperrklappen)

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