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Branchen-News: Energie

KLINGER Kugelhähne für Tiroler Wasserstoff-Pioniere

Europas größte Single-Stack-Elektrolyseanlage produziert grünen Wasserstoff ✔ 200 KLINGER-Armaturen ✔ Spezielle Lösungen für Wasserstoff

In Europas größter Wasserstoff-Elektrolyseanlage sorgen ab sofort Produkte von KLINGER Gebetsroither für die Betriebssicherheit. Wie das oberösterreichische Technologieunternehmen in perfektem Zusammenspiel mit dem Tiroler Lebensmittelhändler MPreis Armaturen und Rückschlagventile für das Medium Wasserstoff auslegte und lieferte.

Industriearmaturen spielen in einer Wasserstoffproduktion eine wichtige Rolle, wenn es um das sichere Betreiben der Anlage mit einem herausfordernden Medium wie H2 geht. In Tirol wird gerade vorgezeigt, wie die neue Technologie umweltfreundlich eingesetzt werden kann: Der Lebensmittelhersteller MPreis investierte am Firmenstandort in Völs 13 Millionen Euro in die bisher größte Single-Stack-Elektrolyseanlage Europas. Sowohl für eine Großbäckerei als auch für die Transport-LKW wird H2 aus erneuerbaren Quellen produziert. KLINGER Gebetsroither lieferte dafür wichtige Bauteile.

 

Europas größte Single-Stack-Elektrolyseanlage, die mithilfe von Ökostrom grünen Wasserstoff produziert, steht am MPreis-Firmenstandort in Völs bei Innsbruck.
Europas größte Single-Stack-Elektrolyseanlage, die mithilfe von Ökostrom grünen Wasserstoff produziert, steht am MPreis-Firmenstandort in Völs bei Innsbruck.
Bildquelle: MPreis / Franz Oss

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„In dieser Wasserstoff-Anlage wurden KLINGER Kugelhähne verbaut. Wir haben das Projekt gemeinsam mit dem Anlagenbauunternehmen Bilfinger realisiert“, sagt Gerhard Praxmarer, Verkaufsleiter bei KLINGER Gebetsroither. In dieser Wasserstoff-Anlage wurden KLINGER Kugelhähne verbaut. Wir haben das Projekt gemeinsam mit dem Anlagenbauunternehmen Bilfinger realisiert“, sagt Gerhard Praxmarer, Verkaufsleiter bei KLINGER Gebetsroither. Zum Einsatz kamen ungefähr 200 Stück Armaturen, darunter auch rund 70 Stück Edelstahl Kugelhähne KLINGER KHA-FL-XC sowie Double-Block-and-Bleed (DBB). Das ist aber noch nicht alles: Zusätzlich wurden noch etwa 130 Stück Armaturen, wie Kugelhähne aus Stahl (KHA-FL-VIII), Monoball Kugelhähne, Messingkugelhähne sowie Rückschlagarmaturen eingebaut.

 

Kugelhähne von KLINGER Gebetsroither sind wichtige Bestandteile der größten Elektrolyse-Anlage Europas.
Kugelhähne von KLINGER Gebetsroither sind wichtige Bestandteile der größten Elektrolyse-Anlage Europas.

Erfolgreiche Projektabwicklung für Europas größte Wasserstoffanlage

Die Kompetenz im Umgang mit heiklen Medien hat KLINGER Gebetsroither gleich zu Beginn bei Auftragsvergabe unter Beweis gestellt. „Wir konnten den Kunden darauf hinweisen, dass in der Ausschreibung einige Anforderungen für den Hochdruckbereich festgelegt wurden, die für die Wasserstoffanlage nicht notwendig waren. Unsere PN40 Armaturen sind für den vorherrschenden Betriebsdruck von 36 Bar perfekt ausgelegt. Wir konnten somit eine technisch und ökonomisch ideale Lösung anbieten“, sagt Markus Fuchs. Der Vertriebstechniker und Produkt Manager bei KLINGER Gebetsroither war für die Projektabwicklung zuständig und stimmte sich eng mit den Partnern bei Bilfinger ab. Den Auftrag vom größten Anlagenbauer im deutschsprachigen Raum zu erhalten, zeigt auf, dass KLINGER Gebetsroither für seine Expertise auch über die Grenzen Österreichs hinaus besteht.

Dass dieses Vertrauen in die KLINGER-Kompetenz gerechtfertigt war, zeigt die penible Arbeit des Innendiensts bei KLINGER Gebetsroither, der die technische Klärung im Vorfeld des Projekts durchführte. „Wir haben z.B. gemeinsam mit dem Kunden erörtert, dass die weichdichtenden Varianten unserer Armaturen für die geplante Anwendung ausreichend sind“, sagt Vogl. Bis zur Bestellung führte sein Team mehrere Revisionen des Angebots für eine optimale Lösung durch.

Besondere Herausforderungen rund um das Medium Wasserstoff

Von der technischen Seite brachte das Medium Wasserstoff einige Spezialanforderungen mit sich. „So haben wir etwa spezielle Double-Block-and-Bleed-Armaturen verwendet. Das sind Armaturen mit Entleerungsventil, die das doppelte Absperren und Entleeren des Tot- und Kugelinnenraums ermöglichen. Die Kontrolle der Dichtheit im Durchgang der Kugelhähne kann dank dieser Ausführung im laufenden Betrieb der Anlage durchgeführt werden. Außerdem waren Flansche mit Vorsprung nach EN1092-1, Form E, für die Abdichtung gegen das herausfordernde Medium gewünscht“, erklärt Vogl.

 

Double-Block-and-Bleed Funktion bei KLINGER Armaturen, einfach erklärt.

Kugelhahn KHA vollständig geöffnet
Kugelhahn KHA vollständig geöffnet

Kugelhahn KHA in geschlossener Stellung, Totraum und Kugel mit Medium gefüllt.
Kugelhahn KHA in geschlossener Stellung, Totraum und Kugel mit Medium gefüllt.

Öffnung des Prüf- und Entlehrungshahns. Komplette Entleerung des Tod- und Kugelinnenraums.
Öffnung des Prüf- und Entlehrungshahns. Komplette Entleerung des Tod- und Kugelinnenraums.

Kugelhahn KHA geschlossen mit geöffnetem Prüf- und Entleerungshahn. Totraum und Kugel vollständig entleert.
Kugelhahn KHA geschlossen mit geöffnetem Prüf- und Entleerungshahn. Totraum und Kugel vollständig entleert.

Vollautomatische Armaturen

Wasserstoff verfügt über eine extrem kleine Molekularstruktur und ist dementsprechend kriechfähig. Das macht die Abdichtung aufwändig – und besonders sicherheitskritisch: Schon geringe Mengen des ausgetretenen Mediums können eine Explosion verursachen. „Massebezogen enthält eine Menge von 10% Wasserstoff dieselbe Energie wie 100% Erdgas“, so Fuchs über den Energieträger, der ansonsten wie ein normales Gas zu handhaben sei. Da die Wasserstoffanlage auch vollautomatisch funktioniert, hat KLINGER Gebetsroither viele der verbauten Armaturen automatisiert. Pneumatische Antriebe, die Kugelhähne öffnen und schließen, sowie Magnetventile, die Druckluft regeln, waren Teil des Auftrags. Die Auslegung dieser Bauteile wurde in enger Absprache mit dem technischen Innendienst durchdacht und minutiös geplant. „Anfrage und Rückfrage, das ist wie ein Pingpong-Spiel, das wir mit dem Kunden führen. Der technische Innendienst ist ein guter Sparring-Partner für den Kunden, dieser Prozess hat bei dem Wasserstoffprojekt hervorragend funktioniert“, sagt Fuchs.

 

Drei Spezialtanks können insgesamt rund 700 Kilogramm Wasserstoff speichern.
Drei Spezialtanks können insgesamt rund 700 Kilogramm Wasserstoff speichern.
Bildquelle: MPreis / Franz Oss


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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

  • Welche Armaturen und Bauteile von KLINGER Gebetsroither werden in der Tiroler Wasserstoffanlage von MPreis eingesetzt?
    In der Wasserstoffanlage in Völs kommen handbetätigte bzw. automatisierte Edelstahlkugelhähne, Stahlkugelhähne, Messingkugelhähne und Rückschlagventile zum Einsatz. Konkret verbaut sind:

    • 31 Stück KLINGER KHA-FL-XC, DN25 PN40, mit Handhebel
    • 18 Stück KLINGER KHA-FL-XC DBB, DN50 PN40, mit Handhebel
    • 2 Stück KLINGER KHA-FL-XC DBB, DN50 PN40, inkl. Automatisierung (pneumatischer Antrieb, Magnetventil, Endschalterbox)
    • 10 Stück KLINGER KHA-FL-XC DBB, DN65 PN40, mit Handhebel
    • 7 Stück KLINGER KHA-FL-XC DBB, DN65 PN40, inkl. Automatisierung (pneumatischer Antrieb, Magnetventil, Endschalterbox)
    • 1 Stück KLINGER KHA-FL-XC DBB, DN100 PN40, mit Handhebel
    • 27 Stück KLINGER Monoball von DN15 – 65

  • Was macht den Umgang mit Wasserstoff besonders heikel?
    Wasserstoff ist ein sehr reaktionsfreudiges Gas, das schon in geringer Konzentration zu Explosionen führen kann. Bei der Konzeption von Wasserstoffanlagen ist es daher besonders wichtig, auf die Dichtheit der Rohrleitungen und Armaturen zu achten.

  • Wie wird der Wasserstoff in Völs hergestellt?
    Mittels Ökostrom trennt die Elektrolyseanlage Wasser in zwei Gase: Wasserstoff und Sauerstoff. Mit dem so erzeugten grünen Wasserstoff soll bei MPreis die Großbäckerei betrieben werden, ebenso künftig auch die gesamte LKW-Flotte. Drei LKW sind bei MPreis bereits mit Wasserstoff unterwegs.

Die neue Wasserstoff-Produktionsanlage am MPreis-Hauptsitz in Völs
Die neue Wasserstoff-Produktionsanlage am MPreis-Hauptsitz in Völs (vorne im Bild)
Bildquelle: MPreis / Valentin Schennach

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