Frauen in der Technik – Kundenvertrauen aufbauen bei KLINGER Turkey

Ingenieurin, Mentorin und Vorbild für lebenslanges Lernen – sie fördert gezielt Frauen in der Technik und teilt ihren Erfahrungsschatz.

06. März 2026

Auch wenn Bediha Tezcan ihre Schul- und Studienkarriere mit Bestnoten abgeschlossen hat, heißt das nicht, dass sie „ausgelernt“ hat. Vielmehr ist sie Anhängerin des lebenslangen Lernens: Nach ihrem Maschinenbau-Studium wandte sie sich dem Feld des technischen Vertriebs zu – eine Profession, in der es nicht nur auf tiefgehendes fachliches Verständnis ankommt, sondern auch auf Menschenkenntnis. Ihre ungebändigte Neugier, die ihren Kunden das Gefühl gibt, gehört zu werden, lässt sie in ihrer Rolle auftrumpfen, wo das Fachwissen mindestens genauso viel zählt wie der zwischenmenschliche Faktor. Mit Fleiß und Beharrlichkeit baute sie sich sowohl Sachkenntnis als auch Soft Skills auf. Heute verfolgt sie ihre Karriere, indem sie Erfahrungen aus Erfolgen und Misserfolgen einbringt.

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Lernen lernen

Den bislang besten Karriereratschlag hat sie einem älteren Kollegen zu verdanken. Er machte ihr klar, dass die Fähigkeit, zu lernen, wichtiger ist als das Wissen an sich. „Er sagte zu mir, ‚Glaube nicht, dass du alles wissen kannst. Alles was du wissen musst, ist, wo du die Antwort findest.’ Ich muss also nicht alles wissen, wenn ich weiß, wo ich nachschauen muss“, sagt Tezcan. Mit diesem Ansatz hat sich auch das Vertrauen ihrer Kunden gewinnen können. Sie wird in der Zusammenarbeit geschätzt als Problemlöserin, die sich nicht nur auf einen statischen Wissensstand stützen kann. Dennoch war die Erlangung eines fundierten Basiswissens ein wichtiger Erfolgsfaktor. Ihre Anfangszeiten in einer KLINGER-Tochterfirma waren geprägt von nützlichen Lernerfahrungen hinsichtlich Dichtungen und Armaturen. Nach fast zehn Jahren im Vertriebsaußendienst startete Tezcan bei KLINGER Turkey. Sie stieg im Technischen Vertrieb ein und wechselte bald in eine Leitungsfunktion in der Großkundenbetreuung.

Bediha Tezcan arbeitet bei KLINGER Turkey in einer leitenden Funktion in der Großkundenbetreuung im Bereich Export.
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Die Kontakte, die Tezcan im Lauf ihrer Karriere knüpfen konnte, sind weitreichend. Nicht selten kreuzen sich ihre Pfade mit denen ihrer Kontaktpersonen nach Jahren wieder. Ein KLINGER-Kunde hatte schon einmal vor 20 Jahren mit ihr zu tun und freute sich sehr darauf, nach all der Zeit wieder mit ihr zusammenarbeiten zu können. Ihre Rückkehr zur KLINGER Group fühlte sich wie eine Heimkehr an, vor allem was das Lernen von und mit Kolleg:innen betrifft: 

„Ich habe meine Karriere bei KLINGER angefangen, vielleicht werde ich sie auch bei KLINGER zum Abschluss bringen“ sagt Tezcan.

„Es ist schön, wenn man seinen Erfahrungsschatz an die jüngere Generation weitergeben darf. Wer für eine lange Zeit beim Unternehmen tätig war, kennt es früher oder später in- und auswendig. Es geht gar nicht anders, als dieses Wissen weiterzureichen.“ Das Lernen von ihren Kunden und Kolleg:innen hört nie auf, dass sie auch etwas davon an neue Mitarbeiter:innen vermittelt, empfindet sie als eine lohnende Symmetrie.

Tezcan inspiziert einen Kompensator vor Ort.

Learning by doing

Auch wenn sie ihr viel von ihrem Wissensschatz zahlreichen Bildungsinstitutionen und Wegbegleiter:innen verdankt, musste sich Tezcan auch vieles selbst beibringen – learning by doing eben. Besonders akut wurde das in ihrer Mutterrolle, als sie 2023 ihren Sohn zur Welt brachte. „Auch wenn man sich durch all die Beratungsbücher durchwälzt, hat man keine Ahnung davon, wie groß die Herausforderung wirklich ist. Man lernt erst von seinem Kind was es mag und was es nicht mag“, lacht Tezcan.

Bediha Tezcan hat auch von ihrem Sohn einiges lernen können.

Um das Gleichgewicht ihrer Work-Life-Balance zu wahren, hat sich herausgestellt, dass regelmäßige Arbeitstage im Büro diesbezüglich hilfreich sind. Indem sie sich in ihrer professionellen Rolle untertags verwirklichen kann, gelingt es ihr, im Privatleben mehr Präsenz zu zeigen. „Mein Mann legt mir nahe, jeden Tag in die Arbeit zu gehen, weil er meint, dass ich dann viel glücklicher und ausgeglichener nachhause komme. Ich brauche den Kontakt, den Austausch mit anderen Menschen“, sagt Tezcan. 
Als Frau in einem technischen Beruf ist sie sich seit jeher bewusst, dass es ein starkes Netzwerk an weiblichen Kolleginnen braucht, um angesichts der besonderen Anforderungen der Branche bestehen zu können. Daher ist es Tezcan auch ein Anliegen, die Karrieren von anderen Frauen auf LinkedIn und anderen Nachrichtenseiten zu verfolgen. Sie sieht im weiblichen Blick für das Detail einen entscheidenden Vorteil – besonders in einem Bereich der Wirtschaft, in dem es auf enge Toleranzbereiche und präzise Spezifikationen ankommt. Von Natur aus neugierig, passt Tezcan perfekt in dieses wissensbasierte Feld, das sie auch ihren jüngeren Kolleg:innen mit Freude näher bringt. Ganz gemäß ihrer Maxime, niemals mit dem Lernen aufzuhören:

„Egal welches Alter, egal welcher Lebensabschnitt, man kann sich selbst immer noch weiter voranbringen. Es ist zwar nicht einfach, aber auch nicht unmöglich.“

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