Aktuelle News aus der KLINGER Gruppe
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KLINGER Switzerland mit eigener Primer-Lösung

Stahl-Primeranlage und innovativer Stahlprimer ermöglichen volle Kontrolle der Wertschöpfung

KLINGER Switzerland ist im Automotive-Bereich und unter Bremsenherstellern am besten für Polystrat bekannt. Dieses gummibeschichtete Stahlmaterial kommt bei der Herstellung von Dämpfungsblechen für Bremsscheiben sowie bei Zylinderkopfdichtungen zum Einsatz. Nach der Errichtung seiner eigenen Stahlprimeranlage und der Erfindung eines revolutionären Stahlprimers ist das schweizer Unternehmen nun in der Lage, sein Polystrat-Angebot in neue Höhen zu katapultieren.

„Stahl spielt in unserem Polystrat-Produktionsprozess eine entscheidende Rolle“, bestätigt Eckhard Steeger, Managing Director von KLINGER Switzerland. Das Unternehmen fertigt dieses gummibeschichtete Stahlprodukt für den Bereich Automotive sowie für industrielle Dichtungsanwendungen seit mehr als 25 Jahren. Die Vorbereitung des Metalls für die Aufbringung der Gummischicht stellt dabei den kostenintensivsten Abschnitt des Prozesses dar: „Während dem Walzen ist der Stahl komplett mit Öl und Fett überdeckt. Man muss zuerst gründlich reinigen, erst dann kann der Primer aufgetragen werden, der das Haften der Gummischicht sicherstellt“, erklärt er. In der Vergangenheit wurden alle dafür notwendigen Schritte – inklusive dem Primen – von einem der wenigen Lieferanten übernommen, die dieses Service anbieten. Aus Sicht von KLINGER Switzerland stellte das natürlich keine ideale Wertschöpfungskette dar. Das wird sich jetzt ändern.

KLINGER Switzerland errichtet Primeranlage für Polystratfertigung

„Unterschiedliche Benchmark-Tests haben uns davon überzeugt, diesen Prozess selbst in die Hand zu nehmen. Die entscheidenden Faktoren dabei waren Überlegungen zur Qualität und zur Lieferkette”, erklärt Urs Aschwanden, Leiter Produktion und Logistik bei KLINGER Switzerland. Nach der Zusage des Group Managements beauftragte KLINGER Switzerland einen deutschen Anlagenbauer. Mit der Generalunternehmerschaft betraut, zeichnete der Lieferant für die Entwicklung und Errichtung einer top-modernen Primeranlage in einer Montagehalle auf dem Egliswil-Firmengelände verantwortlich. Die in der Zwischenzeit fertiggestellte Pilot-Fertigungslinie ist circa 50 Meter lang und drei Stockwerke hoch. Sie beherbergt alle notwendigen programmierbaren Steuerungen und Module, um den Walzstahl zu reinigen und anschließend zu beschichten. Vor der eindrucksvollen in-house Lösung stehend, welche die Polystratfertigung „heim“ nach Egliswil gebracht hat, erläutert Herr Aschwanden: „Mit der neuen Anlage sind wir in der Lage, alle dem Auftragen der Gummischicht vorangehenden Schritte selbst auszuführen und zu steuern: die Behandlung und Reinigung des Metalls sowie das Primen.“ Praktisch gesehenen bedeutet das, dass KLINGER Switzerland nicht länger von seinen ehemaligen Sublieferanten abhängig ist. Darüber hinaus kann das bereits sehr hohe Qualitätsniveau durch die individuelle Wahl des Stahllieferanten noch weiter erhöht werden. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Unternehmens hat zeitgleich ebenfalls einen Durchbruch zu vermelden: Ihnen ist die Entwicklung einer neuen Primerformel gelungen, welche die aktuelle von einem Drittanbieter bereitgestellte Lösung ersetzen wird. „Die Erfindung unser hauseigenen Primerbeschichtung stellt die letzte Prozesskomponente auf dem Weg zum fertigen Polystrat dar. Das können wir nun auch hier im Werk übernehmen“, sagt Eckhard Steeger.

Hauseigene Polystratfertigung ist eine Win-Win-Situation für Hersteller und Kunden

Die Überführung der Stahlprimeranlage vom Probe- in den Normalbetrieb ist Anfang 2020 geplant. Basierend auf den vorliegenden Ergebnissen erwartet Eckhard Steeger einen pünktlichen Start und Vorteile für alle Beteiligten: „Unsere Unabhängigkeit von einer beschränkten Lieferantenzahl wird uns ermöglichen, die Stahllieferanten unserer Wahl zu nehmen. Das wird zu weiteren Qualitätssteigerungen für unsere Kunden führen. Sie wird zudem die Terminisierung von Lieferungen verbessern, da wir den Fertigungsprozess gänzlich selbst leiten werden. Zusammengefasst bin ich der Meinung, dass die ‚Heimkehr’ von Polystrat eine Win-Win-Situation für alle Stakeholder darstellt.“

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